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Pflege der Persönlichen Schutzausrüstung der Feuerwehren PDF Drucken

wsi150Vor kurzem konnte die neue Wasch- und Pflegeanlage für die Persönliche Schutzausrüstung der Feuerwehren unseres Bezirkes in Betrieb genommen werden. Als erster Bezirk im Land können wir so den Feuerwehren als einen weiteren Service, die spezielle Pflege, welche die moderne Schutzbekleidung notwendig hat, anbieten.

Der komplexe, mehrlagige Aufbau der Einsatzbekleidung und die besonderen Textilien (Aramidfasern wie Noemex® und Kermel®, GoreTex® Membranen, Reflexionsmaterialien wie z.B. ScotchliteTM der Firma 3M) welche hierbei zum Einsatz kommen, machen die herkömmliche Reinigung in einer normalen Waschmaschine unmöglich. Zusätzlich vermindern herkömmliche Waschmittel, wie sie im Hausgebrauch üblich sind, die Schutzwirkung  und somit die Lebensdauer der Kleidung.

Eine Reinigung in der häuslichen Waschmaschine kann außerdem aus rein hygienischen Gesichtspunkten kaum verantwortet werden, da hierbei die teilweise giftigen Schadstoffe, die zum Beispiel im Brandrauch vorhanden sind, ins häusliche Umfeld verschleppt werden und hier die Familienangehörigen schädigen können.  

Prinzipiell wäre eine Reinigung bei spezialisierten Wäschereien möglich, dies hat jedoch den Nachteil, dass die Einsatzkleidung in manchen Fällen für bis zu 14 Tage nicht zur Verfügung steht. Dies brächte die Notwendigkeit der teilweise doppelten Vorhaltung von teuren Einsatzmänteln und Hosen. Zudem haben Kostenrechnungen ergeben, dass eine Reinigung in der Wäscherei um einiges teurer wäre.

wsi150bAus diesen Gründen hat sich der Bezirksverband der Freiwilligen Feuerwehren Unterland, in Absprache mit den Kommandanten der angeschlossenen Wehren, beschlossen eine Reinigungsanlage für die Pflege der Persönlichen Schutzausrüstung der Wehrmänner anzuschaffen. Die Feuerwehren können so bei Bedarf, die verschmutzte Einsatzkleidung abgeben, welche innerhalb von maximal 24 Stunden wieder Einsatzbereit ist. Nach der manuellen Vorbehandlung mit geeigneten Detachiermitteln, erfolgt die Reinigung in speziellen Waschextraktoren nach dem Wet Clean Verfahren. Nach der anschließenden Imprägnierung mit  Fluorcarbonharz werden die Kleidungsstücke in einem Trockner nachbehandelt bevor sie der Feuerwehr zurückgegeben werden.